Manipulierte Studien über Ritalin und andere ADHS Medikamente?

Könnten auch Studien zu Wirkung und Nebenwirkungen von Ritalin manipuliert worden sein?

Antwort: Ich weiss es nicht. Ganz ausschliessen will ich es nicht. Man muss sich bei dieser nicht ganz unberechtigten Frage immer Folgendes vor Augen halten: Das Medikament Ritalin ist seit über 60 Jahren weltweit auf dem Markt. Es ist sehr verbreitet und zählt zu den am besten untersuchten Medikamenten für Kinder überhaupt. Würde der Wirkstoff Methylphenidat bei den Patienten zu ernsten Beeinträchtigungen oder zu Schäden führen, liesse sich das gar nicht verschweigen. Jede Woche werden weltweit mehrere Studien über ADHS, Therapieoptionen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen und vieles mehr rund um die ADHS publiziert. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Forschergruppen auf der ganzen Welt die betreffenden Pharmafirmen decken und Unstimmigkeiten verheimlichen würden.



Hinzu kommt, dass ich und – soweit mir bekannt – alle mir bekannten Berufskollegen bis heute bei keinen Patienten, welche mit Stimulanzien wie Ritalin behandelt wurden, Schädigungen feststellen konnten, welche auf das Medikament zurückzuführen waren. Selbstverständlich können auch ADHS-Medikamente mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen einher gehen. Das ist bei allen Medikamenten der Fall. Auch diesbezüglich habe ich nie Patienten kennengelernt, welche mit Stimulanzien behandelt wurden und an gravierenden und bleibenden Nebenwirkungen litten.

Dieser Text wurde letztmals 09/2016 aktualisiert.
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© 2016 Piero Rossi