Marie-Anne Rahel, Psychotherapeutin, Zürich (CH)

IMG_0548 bearbeitet 1 kleinMein Name ist Marie-Anne Rahel.

Das Thema AD(H)S begleitet mich seit meinem Berufseinstieg als Psychologin. In einer Beratungsfirma, wo ich Begabungs- und Berufsabklärungen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchführte, lernte ich viele Menschen kennen, die Mühe hatten mit der Aufmerksamkeitssteuerung. Ich erkannte, wie schwer sie es hatten, ihr Potential zu entfalten. Persönlich war ich von diesen besonderen, faszinierenden und liebenswürdigen Menschen beeindruckt und konnte viel von ihnen lernen. Es war denn auch der Wunsch, sie weiter begleiten zu können, der mich bewog, eine Therapie-Weiterbildung zu absolvieren.

Ich verstehe ADHS als eine Veranlagung mit Schwächen, aber auch Stärken. ADHS ist zwar nicht heilbar, aber man kann lernen, das Beste daraus zu machen. Das gebe ich auch in meinen Vorträgen für Betroffene und Fachpersonen weiter. Meine Sichtweise von ADHS im Erwachsenenalter habe ich hier festgehalten.

Ich arbeite als Psychotherapeutin in einer psychologisch-psychiatrischen Praxisgemeinschaft. Es kommen erwachsene Menschen mit verschiedensten Anliegen zu mir, wobei die ADHS-Diagnostik und -Therapie einen Schwerpunkt bilden.

Meine Grundausrichtung ist verhaltenstherapeutisch. Dabei fühle ich mich besonders der Akzeptanz- und Commitment-Therapie ACT verbunden, eine vielversprechende Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie. ACT bezieht Akzeptanz- und Achtsamkeitsaspekte sowie Sinn- und Wertefragen in die Behandlung ein. Gerade bei ADHS erweist sich das als besonders sinnvoll. Achtsamkeit im Alltag, im Umgang mit Menschen und Dingen, und vor allem auch mit sich selbst, wirkt der Impulsivität und Unaufmerksamkeit entgegen. Selbstakzeptanz ist heilsam, wenn man – wie viele ADHS-Betroffene – oft Ablehnung erfahren hat. Nimmt der Kampf gegen die Schattenseiten des Lebens ab, können Kräfte frei werden, um sich engagiert einzusetzen für das, was einem persönlich am Herzen liegt. Der Fokus liegt auf dem Hier und Jetzt, nicht in der Vergangenheit.

Je nach Person und Fragestellung setze ich weitere Methoden ein. Ein effektives Werkzeug zur Verarbeitung belastender Erinnerungen ist EMDR. Elemente aus der Berufs- und Laufbahnberatung können gerade bei Menschen mit ADHS, die oftmals ein unausgeglichenes Begabungsprofil und eine stark interessenabhängige Motivation aufweisen, ebenfalls hilfreich sein.

Marie-Anne Rahel
Psychologin lic. phil. FSP
Freiestrasse 80
8032 Zürich
044 382 50 41
der-raum@sunrise.ch

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