Meditation | Indische Mantras | 4-7-8 Atemübung | Singen der OM – Silbe

Zunächst möchte ich Ihnen ein Lob aussprechen für ihren ADHS Blog, der sehr informativ und gut aufgebaut ist.

Ich bin selbst nicht davon betroffen, auch wenn ich selbst eine Beeinträchtigung habe (juvenile Arthritis).  Vor einiger Zeit habe ich einen Mann mit ADS kennen und lieben gelernt und, um ihn besser zu verstehen, habe ich begonnen, mich über ADHS zu informieren.

Auch ich merkte bei ihm eine innere Unruhe und die Unfähigkeit, sich zu entspannen und es kommt mir so vor, wie wenn er dauernd unter Strom stünde.  Auch hat er Schlafstörungen (kann lange nicht einschlafen oder nach kurzer Schlafdauer wieder aufwachen), möglicherweise auch als Nebenwirkung der Medikamente, die er nehmen muss.

Da ich auch wegen der Arthritis auch Verspannungen habe und regelmässig Physiotherapie mache und schwimmen gehe,  habe ich mich sehr gut innerlich auch entspannen können mit der „4-7-8 Atemübung“,  die ursprünglich aus dem Yoga abgeleitet wird.  Mit dieser Atemübung konnte ich auch mal meinen Puls von 120 auf 80 regulieren.

Auf YouTube habe ich auch sehr viel Meditations-Musik gefunden, die sehr entspannend wirkt und insbesondere – auch wenn es sehr exotisch klingt – habe ich zeitgleich mit dem Hören der Mantras die Silbe OM mitgesungen.  Die tiefen Frequenzen nicht nur zu hören, sondern sie gleichzeitig mitzusingen bewirken leichte Vibrationen im ganzen Körper.  Das wirkt extrem entspannend.

Hier sende ich Ihnen den YouTube Link des Dr. Andrew Weil über die Atemübung: https://youtu.be/gz4G31LGyog

Das gleiche Thema behandelt auch Max Strom:
https://youtu.be/4Lb5L-VEm34.

In dieser Rede erwähnt er, dass sehr viele Menschen, die mit Meditation beginnen, sehr schnell aufgeben weil sie nicht ruhig und fokussiert werden  und dass die Meditation für Fortgeschrittene ist, aber die Atemübungen am Anfang stehen sollen bzw.  die Menschen den Geist zuerst mit dem Atmen beruhigen sollen.

Zu guter Letzt folgt das Singen der OM – Silbe.  Das höre ich meistens abends mit Kopfhörern und singe es auch mit. Unterschiedlich lang  aber auch manchmal tagsüber für kurze Zeit und es wirkt extrem beruhigend und entspannend.

https://youtu.be/KFYB3h8CDro

Das ist die Website bzw. der Blog des indischen Schulmediziners, der in USA lebt und arbeitet:

https://draggarwal.org/my-life-story/

Das Singen der indischen Mantras erinnert mich sehr stark an den Kirchengesang  orthodoxer Mönche und Priester. Da ich aus Exjugoslawien,  konkret Mazedonien komme, ist mir dieser Gesang sehr vertraut. Die tiefen männlichen Stimmen wirken sehr entspannend und beruhigend.

Mit meiner E-Mail möchte ich nicht missverstanden werden, als wollte ich religiöse/spirituelle Inhalte verbreiten, sondern nur darauf hinweisen, welchen wertvollen Beitrag die Spiritualität in allen Kulturen für die psychische und körperliche Gesundheit leisten.  Jedenfalls ist die Wirkung des Singens viel stärker, als wenn man Gebete oder Mantras nur (aus)spricht.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sowohl diese Atemübung oder andere Arten von Übungen, aber auch das monotone, wiederholte und regelmässige Singen bestimmter Mantras eine sehr tief entspannende Wirkung auf Menschen (Kinder und Erwachsene) mit ADHS haben können. Ich glaube sogar eine viel schnellere und effektivere Wirkung als es mit einer Meditation zu erzielen wäre.


http://www.adhs.ch/ueber-mich/Ich denke auch, dass Atemübungen und Meditationstechniken bei ADHS wirksam sein können. Eine medikamentöse Behandlung können sie zwar nicht ersetzen, aber durchaus ergänzen.

Das Problem dabei ist, dass man diese Übungen über einen längeren Zeitpunkt praktizieren muss, um zu sehen, ob es bei sich selbst zu einer positiven Wirkung kommt.  Daran scheitern viele (auch ohne ADHS). Und bei ADHS-Betroffenen fallen Interesse und Motivation selbst bei anfänglicher Begeisterung erst recht viel zu schnell in sich zusammen.

Den meisten Menschen mit einer ADHS fehlt es an innerer Ruhe, sich solchen Übungen hingeben zu können. Ich weiss von einigen ehemaligen Patienten, dass sie nur unter der Wirkung von ADHS-Medikamenten in der Lage waren, sich einer unaufgeregten Sache wie etwa Entspannungsübungen hinzugeben.

Siehe zu diesem Thema auch hier:

Lesen Sie hier weiter, wenn meine Antwort für Sie hilfreich war.


Danke für diese Infos!

 

 

Diese Seite wurde am 11.8.2017 letztmals aktualisiert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen.
Alle Inhalte auf ADHS.ch sind urheberrechtlich geschützt.

© 1999 – 2017 Piero Rossi


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.