Wie bei mir ADHS festgestellt wurde (Teil 3)

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Hier bin wieder ich, Lorena. Es geht noch einmal um meine Abklärung. So kriegen andere Kinder und Jugendliche etwas Einblick, wie eine ADHS-Untersuchung abläuft.

Frau Lareda wollte sich ein Bild machen, wie es in meinem Leben ausschaut. Ihre Praxis bezeichnete sie als „Labor“. Da sehe man vor allem, was ein Kind kann und weniger, was nicht gut geht. Für die Therapieplanung sei das wichtig, sagte sie. Nur wenn man wisse, wo die Stärken eines Kindes liegen, sei eine griffige Therapie planbar.

Die Psychologin bat meine Eltern, ihr eine Lebensgeschichte über mich zu schreiben. Und sie mussten einige Fragebögen ausfüllen und schliesslich noch einen Familienstammbaum zeichnen. Auch ich durfte einen Fragebogen ausfüllen. Nein, es waren zwei. Einer davon ging querbeet durch alles Mögliche und Unmögliche. Ob ich manchmal Kopfschmerzen habe, ob ich beim Lift fahren Angst habe und vieles mehr wollte der Fragebogen von mir wissen. Der blaue Fragebogen ging wohl um ADHS. Er enthielt viele Fragen über meine Konzentrationskraft und darüber, wie gut ich mich beherrschen konnte.

Meine Eltern mussten dann noch Kopien meiner Schulzeugnisse und der Berichte des Schulpsychologen (das war der, der meiner Mutter sagte, dass es keine ADHS gebe) an Frau Lareda weiterleiten.



Auch mit meiner Lehrerin hat Frau Lareda Kontakt aufgenommen. Auch Frau Berg musste einen Fragebogen ausfüllen.

Damit nicht genug. Meine Eltern mussten Kopien aller Prüfungen der letzten Monate zusammenstellen und an Frau Lareda übergeben. Sie wolle sehen, ob sich darin typische Fehlermuster zeigen würden und ob diese zu den Testergebnissen passen.

Danke für diese Infos!

Lesetipp für Eltern:
Reicht nicht einfach der “Ritalin-Test”? Zur Diagnostik der ADHS bei Kindern und Jugendlichen

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Dieser Text wurde letztmals 09/2016 aktualisiert.
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