Der Arzt nimmt sich keine Zeit für mich und meinen Sohn | Zuerst Ritalin, jetzt Elvanse

Ich habe einen 10-jährigen Sohn mit ADHS. Er hat mit Ritalin begonnen und nimmt nun Elvanse. Dies hat sehr starke Nebenwirkungen. Er ist unterernährt und stimmungslos. Ohne Medikament schafft er die Schule nicht (riesen Druck von Schulleitung). Mit Medikament haben wir diese Nebenwirkungen. Da ich kein Arzt kenne, getraue ich mich nicht Medikamententests durchzuführen. Ich finde keinen Arzt der sich Zeit nimmt für mich und meinen Sohn. Ich wohne in XY. Können Sie uns jemand empfehlen. Vielen Dank!

http://www.adhs.ch/ueber-mich/Ich kann Ihnen niemand empfehlen. Aber die ADHS-Elternorganisation ELPOS vielleicht. Siehe hier.

Zuerst aber sollten Sie versuchen, mit dem Arzt, welcher ihrem Sohn die Medikamente verschreibt, diese so unbefriedigende Situation zu besprechen. Natürlich ohne Beisein Ihres Buben.

Angesichts der Verfassung Ihres Sohnes schlage ich vor, dass Sie den Arzt zeitnah kontaktieren und einen kurzfristigen Termin verlangen.

Reden Sie Klartext mit Ihrem Arzt. Und sagen Sie ihm, wie es Ihrem Sohn geht und welche Erwartungen Sie an die Behandlung haben. Oftmals führt ein klärendes Gespräch zum Erfolg. Und wenn nicht: Sie haben freie Arztwahl.

Grundsätzlich kann ich einmal mehr festhalten, dass eine ADHS-Therapie nicht nur in einer medikamentösen Behandlung besteht. Die ADHS-Leitlinien empfehlen zu Recht, dass eine so genannt Multimodale Therapie erfolgen soll. Dabei kommt der Psychotherapie eine zentrale Rolle zu. 

Wie eine ADHS-Therapie aussehen kann, können Sie hier nachlesen.

Und lesen Sie bitte hier weiter, wenn diese Antwort für Sie hilfreich war.


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Er wurde letztmals aktualisiert am 11.10.2017.
© Piero Rossi




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