Über

Über mich

Mein Name ist Piero Rossi. Ich bin der Betreiber von ADHS.ch und Autor vieler Artikel auf dieser Website. Von Beruf war ich Psychologe und Psychotherapeut. Und zwar von 1984 bis Ende 2015. Ab 1995 rückte die ADHS immer mehr in den Fokus meiner Arbeit. Damals war die ADHS bei Erwachsenen im deutschsprachigen Raum kein Thema. Weder Fachartikel noch Ratgeberliteratur existierten. Einfach nichts. Um mit meinen Beobachtungen und den erst en Behandlungsversuchen mit erwachsenen ADHS-Betroffenen nicht ganz alleine dazustehen und um Kontakt mit Berufskollegen, welche sich ebenfalls mit der ADHS befassten, herstellen zu können, baute ich die Internetseite ADD-online auf. Diese Website enthielt anfangs Praxisberichte und einige aus dem Englischen übersetzte Texte zur ADHS bei Erwachsenen.

Damit habe ich nicht gerechnet

Zu meinem Erstaunen meldeten sich damals aber nicht Professionals, sondern Menschen mit Problemen, die an eine ADHS denken liessen. Über Suchbegriffe wie „Konzentrationsprobleme“, „Ablenkbarkeit“, „Ungeduld“ oder „innere Unruhe“ stiessen Interessierte auf ADD-online. Immer mehr meldeten sich auch Eltern mit ADHS-betroffenen Kindern.

Das grosse Interesse an Abklärungen und Behandlungen in meiner psychotherapeutischen Praxis und an ADD-online brachte es mit sich, dass sich die Site immer mehr zu einer populärwissenschaftlichen ADHS-Informationsseite entwickelte. Gemeinsam mit meinem ärztlichen Kollegen Martin Winkler, welcher 2001 zu ADD-Online stiess und bis 2010 mitarbeitete, bauten wir das Projekt immer weiter aus. ADHS wurde zum Schwerpunkt meiner Praxistätigkeit. Ich habe ungefähr 2’500 Menschen mit Verdacht auf ADHS untersucht und viele von Ihnen auch behandelt.

Meine Erfahrungen sowie die beeindruckende Offenheit und Mitarbeit meiner Patientinnen und Patienten (und bei Kindern deren Eltern) ermöglichten es mir,  immer zuverlässigere Abklärungsresultate und wirkungsvollere Therapien zu entwickeln.

Zum Glück bin 2001 auf die Versuche eines Pharmariesen, mich und mein Internetprojekt für ihre wirtschaftlichen Interessen einzukaufen, nicht eingetreten. Bis heute ist ADHS.ch komplett unabhängig von finanziellen Zuwendungen der Pharmaindustrie.

Mein Traum

Hinter ADHS.ch steht ein Traum: Patientinnen und Patienten übernehmen immer mehr Verantwortung für die Lösung ihrer Probleme. Sie informieren sich und gelangen über Print- und Onlinemedien wie ADHS.ch zu Begriffen und Beschreibungen. Das ermöglicht ihnen, ihr Leiden endlich in Worte kleiden können. Das tut gut. Und hat bereits einen gewissen therapeutischen Effekt. Wissen wirkt Ohnmachtsgefühlen entgegen und macht hinsichtlich Abklärung und Behandlung handlungsfähig und kritisch. Ratsuchende treten Fachpersonen gegenüber kompetenter auf, bringen sich aktiver ein.

Informierte Patienten sagen „Nein“, wenn ein Nein angesagt ist. Und „Ja“, wenn sie spüren, dass sie am richtigen Ort gelandet sind und die Therapievorschläge sie überzeugen. Ihr Wissen um Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der ADHS, aber auch darum, was ADHS nicht ist, vereinfachte die Behandlung massgeblich. Das habe ich ab 1999 (Start von ADD-Online) und bis heute durchgehend feststellen können. Dies war und ist bis heute der Grund, warum ich neben meiner Tätigkeit in der psychologischen Praxis Stunden für Stunden in das Projekt ADD-Online und später ADHS.ch investiert habe.

Meine Hoffnung

Hinter ADHS.ch steht auch eine Hoffnung: Noch viel mehr ADHS-Fachpersonen realisieren, dass Konzentrationsschwächen, Vergesslichkeit, impulsives Verhalten, Unorganisiertheit und andere Probleme, welche mit einer ADHS in Verbindung gebracht werden können, nicht automatisch bedeuten, dass auch eine ADHS vorliegt. Tatsächlich ist es so, dass sehr viele medizinische, psychologische und soziale Probleme mit ADHS-ähnlichen Beschwerden einhergehen. ADHS.ch liefert daher zahlreiche Informationen über mögliche Differenzialdiagnosen. Das soll dazu beitragen, dem Trend, zu schnell, zu oft und vor allem fälschlicherweise eine ADHS-Diagnose gestellt wird, entgegenzuwirken.

Mein neues Projekt

Seit Anfang 2016 arbeite in meinem neuen Projekt Fotografieren verleiht Flügel. Daneben betreue ich weiterhin die Website ADHS.ch, beantworte Fragen von Ratsuchenden und versuche via ADHS.ch auch weiterhin einen Beitrag dazu zu leisten, Interessierten Zugang zu bewährtem und unabhängigem Praxiswissen rund um die ADHS zu ermöglichen.

Siehe zu mir auch in ADHSpedia.

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